Bedienung von Windows 11



Windows-11-Dateiverwaltung / Dateien ablegen und wiederfinden

Der voliegende Text aktualisiert den entsprechenden Text Dateiexplorer in Windows 10.

1. Einführung   2. Dateien und Ordner / Dateinamen und -Erweiterungen   3. Ordnerstruktur von Windows   4. Bedienung des Explorers  
5. Schnellzugriff, Favoriten und Bibliotheken / Sprunglisten   Anhang Hotkeys/Shell-Kommandos


Der Text ist derzeit in Bearbeitung; Stand 04.03.2026.

 

   1. Einführung

• Prolog

1990 war das Windows-Handbuch über 300 Seiten stark, 1993 nur noch halb so dick, 2012 wurden nur noch mickrige 150 Worte auf einem Zettel mitgeliefert. Da mittlerweile jede Handbuch-Herstellung länger dauert, als manche Windows-Weiterentwicklung, gibt es von MS keine Windows-Handbücher mehr zum Nachlesen der Grundlagen. Es gibt nur sehr viele Einzelartikel im Netz.

Auch auf dem freien Markt gehandelte Handbücher bilden immer nur einen Moment ab. Z.B. bezüglich W11 sind sie schneller veraltet, als neue W11-Unterversionen im Halbjahresrhythmus veröffentlicht werden. Das gleiche gilt für den vorliegenden Text.

Der (Datei-)Explorer, früher Windows-Explorer genannt (im Unterschied zum ehemaligen Internet-Explorer) und noch früher Datei-Manager genannt, ist das Standard-Bordmittel zum Erkunden des gesamten Systems und zum Verwalten der Ordner-Struktur/Ordner-Bäume (Verzeichnis-Struktur) und Dateien.

Der Explorer ist sogar das zentrale Windowsprogramm zu Darstellung aller "Oberflächen", also von Desktop, Startmenü und Taskleiste, der Anwendungsfenster usw. D.h. alle diese unterschiedlichen "Fenster" sind Ausdruck dieses einen Programms. Der Explorer fungiert also auch als Fenstermananger und ist ein wichtiger Bestandteil des Betriebssystems Windows. Daher erfolgt die Verwaltung von Dateien in diesen Programmen in gleichartiger Weise. Siehe auch Einführung in die Fenster-Bedienung in Windows 11.

Dieser Fenstermanager bildet quasi die Mensch-Maschine-Schnittstelle des Windows-Systems. Und er bildet den markanten Blickfang der Versionsentwicklung. Wie sich Windows von W7 bis zu W11 intern geändert/weiterentwickelt hat, bemerkt der Kunde fast nicht, aber wie die Bedienung laufend angepasst wird, merkt der Kunde sofort, manchmal sehr schmerzlich.

In diesem Text werden die Grundzüge der Bedienung des Explorers dargestelt. Da der Explorer Laufwerke, Ordner und Dateien verwaltet, werden auch Grundlagen zur Ordnerstruktur abgehandelt. Und weil auf einem normal genutzen PC insgesamt erstaunlicherweise leicht 50.000 bis weit über 500.000 Dateien zusammenkommen, die hoffentlich strukturiert in den Laufwerken, Ordnern und Unterordnern abgelegt sind, werden auch Tipps zum Ablegen und Wiederfinden von Dateien angegeben.

Das EDV-Wissen der Windows-User ist sehr unterschiedlich, schließlich reicht die Anwenderschaft von Gelegenheits-Mäuseschubsern bis zu Powerusern/Nerds. Um den Text knapp halten zu können, sind zur Vertiefung des Hintergrundwissens viele Links auf Fachartikel im Netz eingestreut.

In W11 sind manche Einstellungen leider standardmäßig deaktiviert, obwohl sie das Bedienerleben vereinfachen könnten. Die im folgenden Text aufgeführten Tipps zu deren Reaktivierung sind dann jeweils  blassblau  unterlegt.
Natürlich sind das nur Empfehlungen, aber die haben sich in der Praxis vielfach bewährt.

So bedeutet die Schreibweise von z.B.  Sortieren > Gruppieren nach > Änderungsdatum , dass Sie der Reihe nach Sortieren, dann Gruppieren nach und zuletzt Änderungsdatum aufrufen sollen.

 

• Basics

An jedem PC ist das Betriebssystem der Vermittler zwischen der eingebauten Hardware und der installierten Software.

  • Die Hardware besteht mindestens aus der CPU und
    - Datenspeicher ( HDD = Hard Disk Drive = Festplattenlaufwerk, SSD = Solid State Drive = Halbleiterlaufwerk,
       früher auch FDD = Floppy Disk Drive = Diskettenlaufwerk).
    - Arbeitsspeicher ( RAM = Random-Access Memory)
    - Systemspeicher ( ROM = Read-Only Memory)
    - Peripherie ( Bildschirm, Tastatur, Maus, Drucker, …)

  • Die Software besteht aus vielen Systemkomponenten (BIOS, Betriebssytem, …), den internen Systemprogrammen (Dienstprogramme, Gerätetreiber, …) und Anwender-Programmen (Office-Programme, Bildverarbeitungsprogramme, Finanzprogramme, Multi­media-Programme, …).

Am PC bearbeitet man mit verschiedenen Programmen unterschiedliche Daten. Programme und Daten sind jeweils in Dateien organisiert, Programm­dateien und Datendateien.
- Alle Dateien werden über ihre Namen angesprochen; die Namen sind meist zweiteilg in der Form
  dateiname.dateinamenerweiterung. Anhand der Namenerweiterungen kann man die Dateitypen unterscheiden:
  Programme haben meist die Erweiterung .exe oder .com oder .dll, Dokumente .docx oder .xlsx oder .txt usw.
- Zur Bearbeitung werden Dateien i.d.R. vom Datenspeicher in den Arbeitsspeicher geholt, bearbeitet und dann zurück gespeichert.
  Das organisiert das Betriebssystem und verwendet dazu Laufwerke, Ordner und Unterordner.

MS ist leider der Ansicht, dass Dateinamenerweiterungen die arme Kundschaft erschrecken und blendet im Explorer die meisten daher standarmäßig aus! Dort sind sie einblendbar über Anzeigen > Einblenden > Dateinamenerweiterungen in der Menüzeile.

Alternativ können Sie im Dateiexplorer die alten Ordneroptionen aus W7-Zeiten aufrufen über  ··· > Optionen | Ansicht und dort das Anklickfeld ☐ Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden inspizieren. Der Feldname verrät die MS-Logik: ausgeblendet wird ggf. das, von dem MS glaubt, dass es bekannt sei. Was der Kunde weiß und kennt, spielt offensichlich keine Rolle. Siehe auch w.u. "Explorer-Grundeinstellungen".

 

• Motivation

In der langen Entwicklungsgeschichte von Windows sind viele kreative Ideen umgesetzt worden, die teils alternative Konzepte verfolgten. Aber was die Anwender einmal zu schätzen wussten, durfte nicht leichtfertig von der nächsten Entwicklergeneration abgeschafft werden. Wenn doch, dann gab und gibt es Zoff mit den Kunden. Gut sichtbar ist das z.B. am Trio Startmenü - Taskleiste - Explorer und den Ordnerkonzepten Schnellzugriff - Favoriten - Bibliotheken oder auch an der Kontroverse Menüleiste - Menüband/Ribbon.

Zoff gab es auch im Zusammenhang mit der Gestaltung der Fenstertitelleistenfarbe samt deren Fensterrahmenfarbe. Bis W8 war das praktikabel geregelt, aber in den Anfängen von W10 war es schlicht eine Katastrophe.
Mittlerweile ist die Fensterfarbe wählbar, aber bei Neuinstallation von W11 deaktiviert. Und im hellen Modus ist eine Rahmenfarbe fast nicht zu erkennen. Daher ist diesem Text ein W11 im dunklen Modus und mit aktivierter Akzentfarbe blau zugrunde gelegt:

Wählen Sie in Einstellungen > Personalisierung > Modus auswählen | Dunkel und
… > Akzentfarbe | auswählen und
… > Akzentfarbe in Titelzeilen und Fenstrrändern anzeigen | Ein

Dass MS die Fenstertitelleiste samt Farbe bei einigen eigenen Programmen ignoriert, ist nicht anwenderfreundlich (z.B. beim Explorer)!
Siehe auch Einführung in die Fenster-Bedienung in Windows 11 > 4. … Akzentfarbe und Multitasking.

Wenn alternative Konzepte parallel eingesetzt werden, kann das abschreckende Ansichten erzeugen, wie die überbordenden Navigationsbereiche von W7 bis W11 zeigen; z.B. die drei Ordner Bilder in W11 (s.l.a.; rot markiert), usw.?

Das liegt aber nur daran, dass alle konkurrierenden Anzeigemöglchkeiten parallel freigeschaltet sind und nicht alternativ. Der Navigationsbereich kann bei entsprechender Konfiguration auch sehr übersichtlich gestaltet sein (s.l.).

In der "Kurzform" werden die Bilder zwar noch doppelt aufgeführt, aber offensichtlich in unterschiedlichem Kontext, nämlich oben als "Schnellzugriff", wie noch zu erörtern ist, und weiter unten als (fast) normaler Ordner.


Viel entscheidender ist aber, was ein (einziger) Ordner Bilder (oder Dokumente, Videos, Musik usw.) überhaupt soll; "Images" kann/darf man schließlich (fast) überall speichern, nicht nur im einen Ordner Bilder.

Und auch der Begriff "Schnellzugriff" ist mehrdeutig: Schnellzugriff auf Programme und Daten oder Schnellzugriff auf Systemeinstellungen und Anpassungen.

Die "Anzeigevielfalt" (l.a.) gibt es mindestens seit W7 und seit damals habe ich mich dieser Technik verweigert, u.a., weil mich drei "verschiedene" Desktops verschreckt hatten. Mir hatte lange Zeit die Arbeit mit Startmenü und Taskleiste vollkommen genügt, so dass mir eine Minimalkonfiguration (s.r.) vollauf ausreichte. Und für meine Dateiverwaltung verwende ich i.d.R. das Fremdprodukt SpeedCommander. Aber der Explorer ist ein sehr mächtiges Werkzeug, das ich mittlerweile für Sonderarbeiten vermehrt einsetzte.


 

• Explorer-Grundeinstellung

Es gibt also viel zu erörtern und zu systematisieren. Doch vorab soll der Navigationsbereich im Explorer übersichtlich konfiguriert werden:

Rufen Sie dazu in der Menüleiste den Dienst ··· (weitere Infos) auf und dort Optionen (s.r.; gelb markiert). Dadurch öffnen Sie das Fenster Ordneroptionen mit geöffneter Karteikarte Allgemein (s.l.u.).

Dort stellen Sie oben den Startpunkt der Exploreranzeige ein; möglich sind (s.r.) Start, Dieser PC oder der persönliche One­Drive-Ordner (z.B. Dietrich - Persönlich).
Unten sorgen Sie dafür, dass nichts angehakt ist (beides grün markiert).

Dann wechseln sie zur Karteikarte Ansicht (s.r.u.). Dort sollte am Ende der Erweiterten Einstellungen im Navigationsbereich möglichst nur ☐ Diesen PC anzeigen angehakt sein.

☐ Bibliotheken anzeigen und ☐ Netzwerk anzeigen werden oft nicht benötigt.
Aber sie stören ohnehin nicht weiter.

Im Gegensatz dazu ist die Option ☐ Alle Ordner anzeigen für das eingangs gezeigte Chaos verantwortlich, sollte also inaktiviert bleiben.



Der Dienst Ordneroptionen ist seit W7 in unverändertem Layout vorhanden. Er bietet in kompaktester Ansicht sehr viele Einstellungsmöglichkeiten, aber leider verbunden mit viel Geblättere.

Daher ist rechts eine Montage der kompletten Abteilung Erweiterte Einstellungen dargestellt. Manche Optionen haben es bisher auch in die W11-Einstellungen geschafft. Aber weil die "elegant" weiträumig und teils verstreut sind, eben nur einige.

Mir ist die Wirkung etlicher Optionen nicht bekannt, daher an dieser Stelle keine ausführliche Erörterung. Aber das Netz kann helfen:

W11: So erstellst Du im Datei-Explorer verschiedene Ansichten (24.01.2023 | 9:45)
W11: Den Datei-Explorer richtig organisieren, sortieren und gruppieren (09.01.2023 | 12:30)



 

   2. Dateien und Ordner / Dateinamen und -Erweiterungen

• Datenträger

Am PC bearbeitet man mit Programmen unterschiedliche Daten. Beide sind in Dateien organisiert, also in Programmdateien und in Datendateien. Das Betriebssystem organisiert das Zusammenspiel von Progammen und Daten, Speicher, Bildschirm und Drucker usw.

Im PC gibt es Arbeitsspeicher und Datenträgerspeicher. Programme und Daten werden vom Datenträger in den Arbeitsspeicher geladen, "gelesen". Dort bearbeiten die Programme die Daten. Die fertigen Daten werden als Dateien auf einem Datenträger gesichert/gespeichert, auf den Datenträger "geschrieben".

Bei Stromausfall sind die Daten im Arbeitsspeicher futsch, die auf den Datenträgeren aber nicht. Also sollten Sie laufend speichern, also auf den Datenträger zurückschreiben.

Datenträger sind Festplattenlaufwerke (HDDs), Halbleiterlaufwerke (SSDs), USB-Sticks, SD-Karten, (CDs, DVDs, BDs,) usw. Diese Datenträger sind jeweils gegliedert in (mehrere) Laufwerke/Partitionen; in denen können (mehrere) Ordner/Verzeichnisse angelegt sein und darin können (mehrere) Unterordner angelegt werden, usw. Die Dateien werden in solche Ordner geschrieben und daraus gelesen.


• Ordner

Das Ordnersystem eines Laufwerks besteht aus Ordnern, Unterordnern, Unterunterordnern, usw. Es ist also in (fast) beliebig viele Ebenen gegliedert (s.r.).

Laufwerke und Ordner werden mit Namen gekennzeichnet. Unter Windows werden Laufwerke meist zusätzlich/alternativ mit einzelnen Laufwerksbuchstaben benannt, während Ordner (fast) beliebige Namen erhalten können. Laufwerksbuchstaben erhalten immer einen Doppelpunkt angehängt.
In jedem Windows-PC ist mindestens das Laufwerk C: vorhanden.


• Dateien

Dateien können z.B. Dokumente, Briefe, EMails oder Bilder sein. Und sie können intern gegliedert sein in Listen, Tabellen oder ganze Datenbanken. Mediadateien können u.a. Bilder, Audios und Videos sein.

Um Dateien aufrufen zu können, müssen diese auch namentlich gekennzeichnet sein. Und um die Dateiarten/-typen unterscheiden zu können, wird der Dateityp durch eine Dateinamenserweiterung klassifiziert; das ist ein angehängter Punkt gefolgt von einer kurzen Namensergänzung. Beispiele sind word.exeliebesbrief.docxfinanzierung.xlsxblumenstrauss.jpg, usw.

Beim Aufruf einer Datei erkennt Windows an der Namenserweitertung das zugehörige Programm, startet dieses und übergibt ihm die Datei zur Bearbeitung. Andernfalls fragt Windows, was mit der Datei zu geschehen habe.
Alternativ dazu kann per Rechtsklick auf einen Dateinamen im Kontextmenü dieser Datei öffenen gewählt werden; wird aber öffnen mit gewählt, kann man das gewünschte Programm zur Bearbeitung aus einer Liste aussuchen.

Um eine Datei im Speichersystem des PCs aufrufen/laden/lesen/schreiben zu können, muss ihr Datei-Pfad angegeben werden, wobei der Pfad immer mit einem Laufwerksbuchstaben beginnt, gefolgt von der hierachischen Ordnerliste (Verschachtelungsreihenfolge).
Bsp:  C:\Users\dietr\Pictures\xperia\DSC_0050.JPG 
oder  C:\Program Files (x86)\Untis\2026\Untis.exe 
oder  X:\tmp\Z-BUS\Screenshot (21).png, usw.
Das Zeichen "\" (backslash) kennzeichnet die Verschachtelungsreihenfolge im Pfad/Ordnerbaum.

So ist das Bild DSC_0050.JPG auf Laufwerk C: im Benutzer-Bereich in der 5. Ordnerebene abgelegt:
1. 2. 3. 4. 5.   Ordnerebene
C:\Users\dietr\Pictures\xperia\DSC_0050.JPG

Aber z.B. Bilder-Kopien aus/für OneDrive sind im Benutzer-Bereich in der 13. Ordnerebene abgelegt:
C:\Users\dietr\AppData\Local\Microsoft\OneDrive\26.007.0112.0002_1\Bundle\Assets\common\assets\images

Im Explorer wird jeder Ordnerpfad in der Adresszeile aber (zunächst) in der Brotkrumen-Darstellung notiert:
Dieser PC > C: > Benutzer > dietr > AppData > Local > Microsoft > OneDrive > 26.007.0112.0002_1 > Bundle > Assets > common > assets > images
Und dabei werden englische Schlüsselbegriffe lokalisiert (in DE also eingedeutscht) und manche Ordner (samt deren Unterordnern) nur angezeigt, wenn sie nicht ausgeblendet sind (Anzeigen > Einblenden > Ausgeblendete Elemente).


• Dateinamen

I.d.R. sollten Dateinamen möglichst nur aus Buchstaben und Ziffern gebildet werden, Leerzeichen und (weitere) Punkte sind zwar auch zulässig, aber missverständlich und manche Sonderzeichen haben auch Sonderbedeutung. Zur Wortgliederung von Dateinamen können auch der Bindesreich (oder das Underline-Zeichen) verwendet werden.
Also eine Geburtstagseinladung z.B. als Geb-Einlad-Peter-260114.docx. Dann sind Anlass, betroffene Person und Datum direkt ablesbar.

MS unterschlägt in der Explorer-Anzeige standardmäßig die oben beschriebenen Dateinamenerweiterungen, weil die ach so "verwirrend" sind. Wenn Sie dann z.B. Briefe mit Word schreiben, können die im alten Format .doc oder im neuen Format .docx gespeichert sein. Sichtbar sind sie dann nur ohne Dateinamenendung.

Also werden die beiden Dateien  liebesbrief.doc  und  liebesbrief.docx  einfach zu den beiden "gleichnamigen" Dateien  liebesbrief, auch wenn sie unterschiedlichen Inhalt haben (!!!) und nur das kleine Icon vor dem Namen (in der Exploreranzeige) lässt den Unterschied erahnen. Falls Sie aber Liebesbriefe in Serie produzieren und dafür eine Dokumentvorlage (Document Template) verwenden, erhält diese die nun ebenfalls unsichtbare Endung .dot, wird also ebenfalls einfach zu liebesbrief.dot und das Chaos mit drei "gleichnamigen" Dateien ist perfekt.

Und aus dem wahrscheinlich brangefährlichen vertraulich.txt.exe wird so das verharmlosende vertraulich.txt

Haken Sie also im Explorer in der Menüzeile Anzeigen > Einblenden > Dateinamenerweiterung unbedingt an!!!

Auf einem normal genutzen PC kommen insgesamt erstaunlicherweise leicht 50.000 bis über 500.000 Dateien zusammen, die hoffentlich strukturiert abgelegt sind. Erkennen kann man die Anzahl jeweils an den stolzen Meldungen des (hoffentlich laufend aktivierten und aktualisierten) Virenscanners.

Diese Zigtausende von Dateien verteilen sich schlicht auf die vom PC aus erreichbaren Laufwerke (interne, externe und Netz-Laufwerke). Und jeder Windows-PC hat mindestens ein Laufwerk, nämlich die Systemplatte C:.


 

   3. Ordnerstruktur unter Windows

• Systemordner

Das Folgende wäre so einfach, wenn die Anwender nicht so viele Dateien sammeln würden und wenn MS nicht versuchen würde, die Anwender bei deren Ordnungsliebe zu "unterstützen".

Jeder Windows-PC besitzt (mindestens) ein Startlaufwerk (genauer Startpartition), das immer als Laufwerk C: benannt ist. Zusätzlich gibt es immer die EFI-SystemPartition, die hier nicht behandelt wird. Aber Achtung: im Englichen werden die Begriffe Start und System vertauscht eingesetzt.

Das Startlaufwerk C: beinhaltet zunächst nur lauter Systemordner (Ordnerstruktur s.l.). Dort gibt es neben den zugänglichen Ordnern und Dateien zweierlei normalerweise nicht angezeigte (Unter-)Ordner und Dateien, solche, die
- "versteckt" sind und einfach eingeblendet werden können über Anzeigen > Einblenden > Ausgeblendetete Elemente
    und solche, die
- "zusätzlich geschützt" sind und nur über ··· > Optionen > Ansicht > Erweiterte Einstellungen | Geschützte System-
    dateien ausblenden (empfohlen)
angezeigt werden können, dann ggf. abgedunkelt angezeigt werden, aber meist nicht
    geöffnet werden können.

Windows wird im rot markierten Ordner gestartet. Dieser Ordner ist für die User tabu, denn alleine dort sind mehrere Hundert Unterordner enthalten, so viele, dass die gar nicht alle gleichzeitig im Navigationsbereich des Explorers geöffnet werden können!

Die grün markierten Ordner sind die Standardordner für die Installation von Programmen (und deren Daten), gegliedert nach 32-Bit-, 64-Bit- und ARM-Programmen.
Der Ordner ProgramData ist ein normalerweise versteckter Systemordner, der Konfigurationen, Einstellungen und Daten installierter Programme für alle Benutzer speichert.

In Benutzer (gelb markiert) ist u.a. für jeden User des PCs ein eigener Unterordner angelegt mit jeweils 13 vorkonfektionierten Unterordnern für bestimmte Dateitypen (s.r.; W11 und W10). Vorkonfektioniert bedeutet dabei, dass u.a. die Tabellenüberschriften der Dateilisten an den vorgesehenen Inhalt angepasst sind.
Beispiele für derartige Ordnertypen sind
Downloads: Name | Änderungsdatum | Typ | Geöße
Dokumente: Name | Änderungsdatum | Typ | Geöße
Bilder: Name | Datum | Typ | Größe | Markierungen
Musik: Name | Titelnummer | Titel | Mitwirkende Interpreten | Album
Videos: Name | Datum | Typ | Größe | Länge
Und u.a. diese Anpassungen sind in jedem dieser Ordner in der versteckten Datei desktop.ini notiert (Bsp. s.r.). Diese Dateien sollten nicht verändert werden. Und das gilt prinzipiell für alle ini-Dateien (ini erinnert an Initial).


• Ordnertypen

Wenn Windows erkennt, dass ein Ordner z.B. lauter Videos beinhaltet, weist das System diesem u.U. automatisch den Ordnertyp Videos zu. So kann es u.U. zu mehreren Symbol- und Typ-gleichen Ordnern kommen.

Mögliche Ordnertypen sind Allgemeine Elemente, Dokumente, Bilder, Musik und Videos. Über die Eigenschaften eines Ordners (Rechtsklick -> Eigenschaften) kann dessen Ordnertyp festgelegt/geändert werden (s.r.a.; grün mar­kiert).

Im Bsp. wurde der Ordner Bilder untersucht, der in C:\Users\dietr liegt, wie der Karteikarte Allgemein zu entnehmen ist. Auf der Karteikarte Pfad ist genauer ablesbar: C:\Users\dietr\Pictures. Beides zeigt, dass im System mit englischen Begriffen gearbeitet wird und nur der Explorer (nicht aber andere Dienste) auf die jeweilige Landessprache übersetzt.

Überraschenderweise wird dieser eine Ordner Bilder einmal als Systemordner betrachtet (s.r.; pinkfarben markiert), ein andermal aber als Dateiordner (s.r.o.; blau markiert), obwohl es zweifelsfrei derselbe Ordner ist (grün markiert).

Das liegt vermutlich daran, dass dessen Ordnereigenschaften von unterschied­lichen Stellen aus aufgerufen worden waren. Das wäre eigentlich uninteressant, wenn nicht dadurch im einen Fall das Ordnersymbol frei wählbar wäre, im anderen Fall aber nicht.


• Ordnerbaum

MS hatte früher die Vorstellung eines (logischen) Desktops (= Schreibtischplatte), auf dem alle Daten als Arbeitsblätter in verschiedenen Stapeln aufgehäuft oder Schachteln verpackt sind. Daher heißt bis heute diese oberste Ebene des von MS kreierten logischen Ordnerschemas auch Desktop, auf dem alle Daten/Dateien versammelt sind, oder weil wir von oben nach unten lesen, unter dem alle Laufwerke, Ordner und Dateien "versammelt" sind. Siehe auch Schreibtischmetapher.

Das ist für altgediente PC-Freaks äußerst gewöhnungsbedürftig, denn unterhalb dieses logischen Desktops hat MS den Einstiegspunkt "Dieser PC" verortet, aber im PC sind nun mal physikalisch als oberste Ebene dessen Laufwerke angesiedelt und sonst nichts.

Außerdem gibt es ja einen realen Desktop, dargestellt auf dem Bildschirm immer vollformatig in einem randlosen Desktop-Fenster und auf diesem Desktop sind mitnichten alle Daten abgelegt, obwohl durchaus einzelne Programme/Dateien/Ordner dort abgelegt werden können (Zettelkasten).
Daher ist dieser Desktop nichts anderes, als unter vielen anderen der spezielle Ordner  C:\Users\nnn\Desktop\, also auf dem Laufwerk C:. Unter W8 war dieses Fenster lediglich eines unter vielen und nicht notwendigerweise vollformatig.
Und daran, dass dieser Desktop im Ordner …\nnn\Desktop abgelegt ist, ist abzulesen, dass jeder User nnn seinen eigenen individuellen Desktop besitzt.

Das wiederum bedeutet, dass die Benutzerordner Dokumente, Bilder, usw. ebenfalls irgendwo im Ordnerbaum eingebunden sein müssen und daher eigentlich keinen schnellen Zugriff bieten (Abhilfe 5. Schnellzugriff, Favoriten und Bibliotheken / Sprunglisten).
Dokumente z.B. ist u.U. der Ordner  C:\Users\nnn\Documents\  und Bilder liegen u.U. in  C:\Users\Public\Pictures\.
Und daraus wiederum ist ersichtlich, dass nur der eine User nnn auf diese Dokumente zugreifen kann, während alle User auf diese Bilder zugreifen können, denn der Ordner Public wird im Explorer als Öffentlich bezeichnet. Das hat weitreichende Konsequenzen:

Wenn wir im Folgenden von Desktop reden, ist immer der reale auf dem Bildschirm angezeigte gemeint. Der andere ("logische") kann glücklicherweise ausgeblendet werden, damit es weniger Namensverwirrung gibt ( Motivation ff).
Dann ist der Einstiegspunkt Dieser PC der oberste im Ordnerschema, was die reale Situation besser abbildet. Aber die Dateipfadarten (logische) Brotkrumenpfade und (reale) wahre Pfade unterscheiden sich aufgrund der MS-Logik teils wesentlich ( 4. Bedienung des Explorers > Aufbau/Fenstereinteilung).

Da an einem Windows-PC jeder Benutzer/User einen eigenen "Account" haben kann, also ein eigenes Benutzerkonto, unter dem er sich anmelden muss, hat auch jeder seinen eigenen Satz von Anwender-Systemordnern. Der Satz (= Benutzerprofil) des Anwenders nnn liegt in C:\Users\nnn\… Kein User kann das Benutzerprofil der anderen einsehen. Zusätzlich gibt es daher einen derartigen Satz, den alle User einsehen können; der liegt in C:\Users\Public\…

Offensichlich hat nach dem oben gesagten jeder User auch seinen eigenen Desktop. Das aber hat zur Folge, dass, wenn User A ein Programm installiert und sich dann an diesem PC User B anmeldet, letzterer den zugehörigen Programmaufruf u.U. nicht zu sehen bekommt, weil der ja auf dem Desktop von User A abgelegt ist. Und weil Startmenü und Taskleiste nur Spezialfälle des Explorers sind, gilt es auch für diese. Viele Programme bieten daher während der Installation die Wahl an "… für alle / nur für mich".

Obwohl alle Systemordner feststehende englische Namen haben, übersetzt diese der Explorer in der Anzeige in die jeweilige Landessprache, also bei uns ins Deutsche. Da in vielen Programmen Dateien ausgewählt werden können, kann es sein, dass einige dieser Programme nicht die Subroutinen von Windows nehmen und daher nicht ins Deutsche übersetzen!


 

   4. Bedienung des Explorers

In den folgenden Bildern wird immer die Einstellung zugrunde gelegt, die in 1. Einführung > Explorer-Grundeinstellung beschrieben ist, also die in ··· > Optionen | Ansicht | Erweiterte Einstellungen | Navigationsbereich deaktivierte Einstellung ☐ Alle Ordner anzeigen.

• Aufruf/Start

1. Tastenkombinationen

Im Folgenden meint  win  die Windowstaste auf der Tastatur. Dann bedeutet  win  +  e  die Windowstaste gedrückt zu halten und dabei zusätzlich die Taste E kurz anzuschlagen. Dadurch wird der Explorer auf die einfachste und schnellste Art geöffnet.

Fast genau so schnell ist  win  +  x  ,  x . Das bedeutet, die Windowstaste gedrückt zu halten und dabei die Taste X kurz anzuschlagen, beide Tasten los zu lassen , anschließend die Taste X anzuschlagen. Damit wird das Schnellstartmenü geöffnet und darin der Explorer gestartet.

Bei jeder Wiederholung von  win  +  e  wird der Explorer erneut gestartet. Das ist die schnellste Art, mehrere Instanzen des Explorers zu starten.
Dann gilt:  win  +  ←/→ : Fenster in die linke/rechte Bildschirmhälfte einpassen,
 win  +  Alt  +  ↑/↓ : Fenster in die obere/untere Bildschirmhälfte einpassen,
 win  +  ←/→  ,  win  +  ↑/↓  Fenster in den entsprechenden Quadranten einpassen.

2. Startmenü und Taskleiste

Beides klappt ohne Taskleiste und ohne Startmenü.

Aber natürlich kann der Explorer auch über die Taskleiste gestartet werden, wenn er dort abgelegt ist.
Und natürlich kann er auch über das Startmenü gestartet werden, dort ggf. sogar auf dreierlei Arten (s.l.; gelb markiert): sicher immer über die Liste aller Apps, falls angeheftet auch über die Apptabelle, falls eingerichtet auch unten über die Ordnersymbole neben dem Netzschaltersymbol.

In der Liste aller Apps oder über die Apptabelle kann der Explorer über sein Kontextmenü (Rechtsklick) an den Start und an die Taskleiste geheftet oder davon gelöst werden (s.r.).

Und durch Rechtsklick in einen freien Bereich werden die Starteinstellungen (= Personalisierung > Start) aufgerufen (s.r.o.). Dort kann die Abteilung Andere > Ordner geöffnet werden, in der die Apps ausgewählt werden können, die unten neben dem Netzschaltersymbol eingeblendet werden sollen.

3. Desktopsymbole

Aus W7-Zeiten stammt die Möglichkeit, auf dem Desktop einige Desktop-Symbole abzulegen zur Steuerung des Explorers (s.l.).

Über Einstellungen > Personalisierung > Designs ist in der Abteilung Verwandte Einstellungen > Desktopsymboleinstellungen der entsprechende Dienst aufrufbar (s.r.).
Über diese Symbole lässt sich der Explorer mit unterschiedlichen Einstiegspunkten ausrufen.

Besonders interessant ist dabei der Aufruf der Systemsteuerung (aus W7-Zeiten), weil dort Einstellungsaufrufe kompakt gesammelt sind, die in W11 verstreut sind oder dort noch fehlen.

Eine Spielerei für Poweruser/Nerds sind "GodMode" und "AlleProgramme", die eher einen Windows-Hack darstellen. Details zu GodMode siehe Bedienung von Windows 10 > 8.2 GodMode. AlleProgramme können mittlerweile direkt im Explorer durch Eingabe von
shell:appsfolder in der Adresszeile.


• Aufbau/Fenstereinteilung

Das Explorerfenster ist in drei Bereiche gegliedert: oben "Befehlsbereich", links darunter Navigationbsberech (= Ordnerübersicht), rechts darunter Inhaltsbereich (= Ordnerinhalt). Die Abgrenzung ist im Bild (s.u.) rot markiert. Ganz unten ist eine Art Statuszeile vorhanden.

Der Befehlsbereich bestehen aus Registerzeile, Adresszeile und Befehlszeile (Hauptmenüzeile):

- In der Registerzeile sind aktuell zwei Karteikarten/Tabs eingetragen, die linke ist aktiv, wird also im Inhaltsbereich eingeblendet.
  Die rechte zeigt einen der drei im Navigationsbereich aufgeführten Ordner Bilder (gelb markiert), Details dazu in 5.
  Die Registerzeile ersetzt die übliche Titelzeile, daher fällt dort leider die Akzentfarbe weg. Aber das Systemfenster-Menü ist noch
  (Rechtsklick in eine leere Stelle der Zeile) aufrufbar und die drei Sysstemtitelleistensymbole sind rechts noch vorhanden.

- In der Adresszeile wird neben den Befehlssymbolen der Pfad zum angezeigten Ordner als (logischer)
  Brotkrumenpfad angezeigt:
    > Bibliotheken > Bilder > doku >.
  > zeigt an, dass in doku noch Unterordner folgen.
  Nach Anklicken des freien Bereichs direkt rechts neben den Brotkrumen wird der (reale) wahre Pfad eingeblendet:
    G:\homepage\cmh\site\winprosa\winprosa\im\doku.
  Ganz rechts kann für den aktuellen Ordner eine Suchanfrage formuliert werden.
  Der Unterschied zwischen logischem und realem Pfad ist eklatant. Siehe hierzu 3. Ordnerstruktur unter Windows > Ordnerbaum.

- In der Befehlszeile sind einige Befehle als Symbole aufgeführt (Kopieren ist gerade aufgerufen;
  grün markiert), andere haben ein Untermenü (Neu ⌄, Sortieren ⌄, Anzeigen ⌄, ···, …).
  Die meisten Befehle wirken sich ausschließlich auf den Inhaltsbereich aus. Daher sind manche Symbole
  abgedunkelt, solange der Fokus nicht auf dem Inhaltsbereich liegt.

  Wird im Navigationsbereich ein Ordner markiert, öffnet sich nach Klick in der Befehlszeile auf Neu ein Fenster
  (s.r.), in dem einige Standardarbeiten gestartet werden können.

Nebenstehend ist das Explorer-Fenster mittels Snap-Assistent auf 1/3 eines Full-HD-Bildschirms angeordnet (nur der obere Fensterteil ist im Bild dargestellt).
Dadurch werden die Aufklappmenüs der Befehlszeile (s.o. und s.l.; orangefarben markiert) stark beschnitten; ggf. bleibt nur noch ··· übrig.


Im Navigationsbereich werden Ordner (und Links auf Ordner) angezeigt. Dort können Sie sich durch den Ordnerbaum durchklicken. Der Inhalt eines dort aktivierten Ordners/Links wird dann im Inhaltsbereich angezeigt.

- Der Navigationsbereich ist gegliedert in drei Bereiche (je nach Einstellung):
  oben Start (für Schnellzugriff, Favoriten und kürzlich bearbeitete Dateien)
    und Galerie und (ggf.) OneDrive,
  mittig Auflistung der angepinnten Schnellzugriffe ,
  unten Dieser PC (mit allen Laufwerken; nicht im Bild)
    und (ggf.) Bibliotheken und (ggf.) Netzwerk (nicht im Bild).

- Der Navigationsbereich ist ausblendbar (siehe später), denn auch im Inhaltsbereich können Sie sich durch den Ordnerbaum
  durchklicken, ggf. mit Hilfe der Befehlssymbole .

Der Inhaltsbereich ist ggf. zweigeteilt, links die Ordner und Dateien des aktuellen Speicherorts, recht ggf. der zugehörige Detailbereich oder alternativ dazu das zugehörige Vorschaufenster.

Die Statuszeile ist selbsterklärend bis auf die beiden Symbole am rechten Rand.

 

• Ansichten/Bedienung/Tabs

Im Navigationsbereich wird ein Speicherort ausgewählt, also ein realer Ordner oder ein Link auf einen realen Ordner (aber nie eine Datei). Im Inhaltsbereich wird dadurch dieser Ordner geöffnet dargestellt, also ggf. mit allen Dateien und Unterordnern der aktuellen Ebene.

Im Bsp. (s.o.) ist gerade der Bilderordner doku aus der Bibliothek Bilder ausgewählt. Dessen Brotkrumenpfad lautet daher:
  > Bibliotheken > Bilder > doku >  , während der wahre Pfad überraschenderweise lautet:
  G:\homepage\cmh\site\winprosa\winprosam\doku  (nicht im Bild). Siehe hierzu 5. … Bibliotheken

Das Bild bl2.gif ist aktiviert und wird daher im Vorschaufenster angezeigt (gelb markiert). Die Grenze zwischen den beiden Fenstern kann verschoben werden (hellblau markiert).

In beiden Bereichen können weitere Unterordner jeweils mittels Doppelklick geöffnet werden. So kann der Ordnerbaum durchwandert werden, im Inhaltsbereich unterstützt durch .


Dienste im Navigationsbereich

Wenn man im Navigationsbereich auf einen Ordner rechtsklickt, öffnet sich ein Fenster mit für diesen Ordner wichtigen Diensten (s.l.; gelb markiert).

Über Weitere Optionen anzeigen wird ein weiteres Fenster geöffnet (s.r.). Sinnigerweise wiederholen sich dort einige Dienste, aber es gibt dort auch weitere wichtige Dienste.

Einige werden im Folgenden beschrieben:






- In neuer Registerkarte öffnen

So können Sie in einem Explorer-Fenster mit mehreren Ordnern arbeiten, verteilt auf mehrere Registerkarten/Tabs. Neue Registerkarten öffnen Sie durch Klick auf + in der Registerzeile oder mittels  Strg  +  T , wobei der Ordner jeweils in der neuen Registerkarte geöffnet wird.
Mittels Drag-and-Drop verschieben oder kopieren Sie Dateien zwischen Registerkarten und mittels  Strg  +  W  schließen Sie eine Registerkarte.


- In neuem Fenster öffnen

...


- An Schnellzugriff anheften

...


- Komprimieren in

...


- In Bibliothek aufnehmen

...


- Mit MS Defender überprüfen …

...


Sortieren im Inhaltsbereich

Über den Schalter Sortieren (s.l.u.) stellen Sie die Optionen zum Sortieren und Gruppieren ein (gelb markiert).
Im Bsp. wird gerade nach Name sortiert und das aufsteigend (rot markiert).

Tipp: Auf- oder Absteigend einfacher/schneller per Klick im Tabellenkopf einstellen und das alternativ für jede Spalte
          (z.B. Spalte Name, grün markiert).

Über Gruppieren nach kann u.a. eine "zweidimensionale" Sortierung eingestellt werden: im Bsp. (s.r.o.) sortiert nach Namen und zusätzlich gruppiert nach Änderungsdatum (rot markiert). Wenn eine Gruppierung stört, kann sie abgestellt werden (grün).

Tipp: Die Gruppierung nach Zeitpunkten bringt i.d.R. keine Vorteile, da jederzeit mit einem Klick nach dem Datum sortiert werden kann.
          Aber eine Sortierung nach Name mit Gruppierung nach Typ ist bei gemischter Speicherung sehr hilfreich.

In den beiden Bildern (s.o.) fällt links die kompakte Ansicht auf (kleinerer Zeilenabstand) im Vergleich zu rechts. Die rechte Darstellung ist eher für Touchbildschirme geeignet. Der gleiche Unterschied gilt auch für die beiden unteren Bilder.
Ferner ist in allen vier Bildern der Navigationsbereich ausgeblendet.

Das ist jeweils eine Folge der Anzeige-Einstellungen:


Anzeigen im Inhaltsbereich

Über den Schalter Anzeigen stellen Sie die Layout- und Ansichtsoptionen ein (s.l.u.; gelb markiert). Gerade sind Details gewählt.

Unter dieser Liste wird die Vorschauart gewählt (Detailbereich oder Vorschaufenster; grün markiert). Dadurch wird rechts oben der entsprechende Schalter oder eingeblendet, über den diese Anzeige ein- oder ausgeschaltet wird. Gerade wird keine Bildervorschau angezeigt (s.l.u.), obwohl ein Bild markiert ist, also wurde die Anzeige über diesen Schalter ausgeschaltet.

In der Option Einblenden (pinkfarben markiert) sind i.d.R. die Einstellungen Navigationsbereich, Kompakte Ansicht und Dateinamenserweiterungen anzeigen angehakt.

In Listendarstellungen mit Tabellenkopf können Sie durch Rechtsklick in den Tabellenkopf weitere Spalten anzeigen lassen (s.r.o.) und dort über weitere das Fenster Details auswählen aufrufen, um zusätzliche einzublendende Spalten zu bestimmen. Die dort angebotene Liste ist sehr lang!


∘ Schnellwechsel der Ansicht

Tipp: - Durch Klick auf den Schalter rechts oben im Inhaltsbereich (entweder oder ; s.l.o.; hellblauer Pfeil) schalten Sie
            die Vorschau ein und aus. Und die Trennlinie der eingeschalteten Vorschau können Sie verschieben.

          - Durch Klick auf einen der beiden Schalter rechts unten im Inhaltsbereich (hellblauer Pfeil) wechseln Sie zwischen
            Details und Große Symbole also zwischen Listendarstellung und Symboldarstellung.

          - Bei gedrücker Taste  strg  können Sie mit dem Mausrad schnell die Größe der Symbole ändern oder alle Listenarten
            durchblättern (je nach Einstellung, z.B. mit ).


∘ Arbeiten mit Tabs/Registerkarten

Wenn Sie im Navigationsbereich auf einen Ordner klicken,

...


∘ Pfade und Shell-Kommandos

- Wahrer Pfad

Ausgewählt werden Ordner und Dateien meist über den Navigationsbereich/Inhaltsbereich. In der Adresszeile ist dann der zugehörige Speicherort ablesbar, als Brotkrumen-Pfad oder als wahrer Pfad, also quasi von unten nach oben.
Der Brotkrumen-Pfad gibt den logischen Weg zum Speicherort an, der wahre Pfad den realen Weg zm Speicherort.

Ausgewählt kann ein Ordner auch umgekehrt werden durch Eingabe seines wahren Ordner-Pfads in der Adresszeile, wodurch der Ordner dann im Inhaltsbereich geöffnet wird, also quasi von oben nach unten.

Wird aber ein wahrer Datei-Pfad eingegeben, zeigt Windows im Inhaltsbereich nichts an, sondern versucht diese Datei zu öffnen.
Programmdateien werden gestartet ...
Bei anderen Dateien versucht Windows das zugehörige Daten-Programm zu öffnen oder fragt nach diesem Programm. Bsp.: ...


- Brotkrumen-Pfad mit Unterordner-Anzeige

Der Brotkrumen-Pfad bietet eine weiter Speed-Up-Möglichkeit: Wenn man zwischen zwei Brotkrumen auf das Zeichen > klickt, klappt der Ordnerinhalt des links von > stehenden Ordners nach unten auf.
...


- Shell-Kommandos

Wie weiter oben gezeigt wurde, können Ordner sehr tief gestaffelt verschachtelt sein. Dann dauert es u.U. lange, bis ein Element gefunden wird. Und dann ist meist auch der zugehörige Pfad nicht bekannt.

Daher gibt es die Systemordner und Schnellzugriff, Favoriten, Bibliotheken ….

Und weil das (vor allem für Power-User) nicht ausreicht, gibt es Shell-Kommandos, eine Liste mit über 130 Kommandos ist im Anhang aufgeführt.

Ein sehr praktisches Beispiel zeigt die Qualität: Angenommen, Sie müssen an jedem Arbeitstag zunächst Ihr Postfach bearbeiten und dann die Disponentenliste aktualisieren usw., dann wäre es praktisch, wenn die zugehörigen Programme automatisch starten würden. Das geht ganz einfach, indem die Aufruf-Links dieser Programme in den Autostart-Ordner kopiert werden.
Aber dieser Ordner hat den wahren Pfad
C:\Users\dietr\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Startup.
Angezeigt wird der zugehörige Brotkrumen-Pfad
Dieser PC > Windows (C:) > Benutzer > dietr > AppData > Roaming > Microsoft > Windows > Startmenü > Programme > Autostart

Das kann man nicht auswendig wissen, nicht durch Probieren finden und nicht mit Explorer-Suche entdecken. Aber das in der Adresszeile eigegebene Kommando shell:startup liefert den Pfad sofort.

Das kann auch wichtig sein, wenn Sie "unerwünsche" Startup-Programme dort entfernen wollen.


- Explorer-Link

Vom Explorer-Aufruf kann keine Kopie auf direktem Weg erstellt werden. Aber es wäre schön, eine zusätzliche Explorer-Verknüpfung so zu "personalisieren", dass ein simpler Klick den Explorer mit einem (komplizierten) Pfad öffnet.
Das kann man natürlich auch mit Schnellzugriff, Favoriten, Bibliotheken … erreichen, z.B. indem man mittels shell:startup den Autostart-Ordner öffnet und dann als Schnellzugriff verankert.

Aber es geht auch direkt durch Erstellen einer allgemeinen Verknüpfung, die in einen Explorer-Aufruf verwandelt wird:
- Geben Sie im Kontextmenü des Desktops Neu > Verknüpfung ein.
- Im neuen Fenster Geben Sie den Speicherort des Elements ein. Wählen Sie dazu %windir%\Explorer.exe /e,Pfad .
- Nach Klick auf  Weiter  Geben Sie den Namen für die Verknüpfung ein und klicken auf  Fertig stellen .
- Später können Sie im Kontextmenü der Verknüpfung deren Eigenschften aufrufen und das Icon abändern.
Als Pfad können Sie (beliebige) wahre Pfade eingeben oder auch Shell-Kommandos.

 

• Suche

 

   5. Schnellzugriff, Favoriten und Bibliotheken / Sprunglisten

 

• Schnellzugriff

- Ordner anheften: Rechtsklick auf einen beliebigen Ordner -> An Schnellzugriff anheften.
  oder direkt mittles Drag & Drop in das Schnellzugriffsfeld ziehen
- Ordner entfernen: Rechtsklick auf einen Eintrag im Schnellzugriff -> Vom Schnellzugriff lösen.
- Einstellungen:
    ··· > Optionen | Allgemein | Datei-Explorer öffnen mit -> Schnellzugriff
    oder
    ··· > Optionen | Allgemein | Datei-Explorer öffnen mit -> Dieser PC
    oder
    ··· > Optionen | Allgemein | Datei-Explorer öffnen mit -> OneDrive
    Automatik: Windows fügt oft benutzte Ordner automatisch hinzu, wenn das zugelassen wird:
    ··· > Optionen | Allgemein | Datenschutz -> ☐ Zuletzt verwendete Ordner anzeigen
    ··· > Optionen | Allgemein | Datenschutz -> ☐ Häufig verwendete Ordner anzeigen
    ··· > Optionen | Allgemein | Datenschutz -> ☐ Datei-Explorer-Verlauf löschen


 

• Favoriten

- Favoriten anheften: Rechtsklick auf eine beliebige Datei -> Zu Favoriten hinzufügen
  oder direkt mittles Drag & Drop in das Favoritenfeld ziehen
- Favoriten entfernen: Rechtsklick auf einen Eintrag im Favoritenfeld -> Aus Liste entfernen.

... sowie Dateien, die Sie kürzlich geöffnet haben

 

• Bibliotheken

Jede Bibliothek führt ggf. mehrere Ordner (samt ihrer Unterordner) von unterschiedlichen Speicherorten zentral zusammen.
Im Gegensatz dazu repräsentiert im Schnellzugriffsbereich jeder Eintrag einen einzelnen Ordner (samt seiner Unterordner)
und in der Favoritenliste jeder Eintrag eine einzelne Datei.

Für Bilder, Dokumente, Musik und Videos werden standardmäßig Bibliotheken eingerichtet und auf die entsprechenden Ordner verlinkt. Zusätzlich können (beliebige) weitere Bibliotheken angelegt werden.
Jede Bibliothek kann als Pool für unterschiedliche Datei-Typen verwendet werden, z.B. eine Bibliothek "Urlausbericht" mit einem Text-Ordner, einem Foto-Ordner und einem Grafik-Ordner.

- Bibliotheken anzeigen: ··· > Optionen | Ansicht | ☐ Bibliotheken anzeigen
- Neue Bibliothek aufnehmen: Rechtsklick auf Bibliotheken -> Weitere Optionen anzeigen > Neu > Bibliothek -> Namen vergeben
- Ordner hinzufügen: Rechtsklick auf den Ordner -> Weitere Optionen anzeigen > In Bibliothek aufnehmen -> Bibliothek wählen
- Ordner aus Bibliothek entfernen: Rechtsklick auf den Ordner -> Weitere Optionen anzeigen > Löschen
- Bibliothek entfernen: Rechtsklick auf die Bibliothek -> Weitere Optionen anzeigen > Löschen

 

• Sprunglisten

Sprunglisten werden in Kontextmenüs der Programm-Icons in der Taskleiste und im Startmenü angezeigt, wenn dieser Dienst freigeschaltet ist. Die Sprungliten bieten schnellen Zugriff auf zuletzt geöffnete oder häufig verwendete Dateien, Ordner und Programmfunktionen.

- Öffnen: Rechtsklick auf ein Programm-Icon in der Taskleiste oder im Startmenü.
- Inhalt: Letzte Dokumente (z. B. Word-Dateien, Browser-Tabs oder Explorer-Ordner) sowie spezifische Aufgaben wie
  "Neues Fenster öffnen".
- Anheften: Wichtige Elemente lassen sich dauerhaft fixieren, indem Sie auf das Stecknadelsymbol neben dem Dateinamen klicken.
- Löschen: Einzelne Einträge können per Rechtsklick aus der Liste entfernt werden ("Aus Liste entfernen").

Einstellungen verwalten
- Aktivieren/Deaktivieren: Personalisierung > Start > Zuletzt geöffnete Elemente in Sprunglisten anzeigen
- Anzahl der Einträge: Standardmäßig werden meist 10 Elemente angezeigt; dies lässt sich bei älteren Windows-Versionen über die
  Eigenschaften der Taskleiste oder bei neueren Systemen über die Windows Registry anpassen.



noch nicht aktualisiert!

Der Explorer zeigt zusätzlich zu den (echten) Laufwerken und Ordnern den Schnellzugriff und wahlweise die von W7 bekannten Bibliotheken. Diese Verknüpfungslisten beinhalten keine Daten sondern nur Links zu den eigentlichen Objekten in den echten Ordnern, sind aber zu Beginn des Ordnerbaums eingebunden. Dadurch kann man schnell auf ausgewählte Objekte zugreifen.

Durch die Verknüpfungslisten sind die Objekte aber nun u.U. mehrfach dargestellt, als Link und als reales Objekt. Daran gewöhnt man sich aber. Im Bild ist z.B. zweimal derselbe Benutzerordner Dokumente zu sehen (s.r.). Es gibt also mehrere Wege, um zu einem bestimmten Dokument zu gelangen.

Wenn allerdings dreimal Desktop auftaucht in zweierlei Bedeutung, wird es zu viel des Guten. Das hat auch MS erkannt und diese Option abschaltbar gemacht. Im Bild (s.r.) ist diese Option Alle Ordner anzeigen in Ansicht > Navigationsbereich dummerweise noch eingestellt, daher gibt es den Desktop 1 und den Desktop 2 mit unterschiedlichem Inhalt.

Im nebenstehenden Bild werden beispielhaft vier Wege zum Anwender-Systemordner Dokumente gezeigt. Und hier ist es immer derselbe Ordner, erreichbar über Schnellzugriff, Dieser PC und Bibliotheken (s.r.; jeweils rot markiert)!

Und natürlich ist der Ordner tatsächlich (irgendwo) im Laufwerk C: untergebracht (gelb markiert).

Rechts ist daher das geöffnete Laufwerk C: ins Bild montiert (gelb umrahmt). Und nun ist zu erkennen, wo der Ordner Dokumente tatsächlich liegt, der Pfad lautet C:\Users\nnn\Documents\, eingedeutscht zu C:\Benutzer\nnn\Dokumente\.

Rechts ist im geöffneten Laufwerk C: auch der aus W7-Zeiten übernommene Ordner Favoriten zu sehen (in pink markiert). Dessen Funktionalität wird in W10 von Schnellzugriff übernommen.

Im Bild ist im Navigationsbereich gerade der Verknüpfungsordner Bibliotheken aktiviert; darunter sind nur die vier Einträge Bilder, Dokumente, Musik und Videos aufgelistet, obwohl daneben in der Dateiliste die beiden weiteren Einträge Eigene Aufnahmen und Gespeicherte Bilder zu finden sind. Das liegt daran, dass über die jeweiligen Kontextmenüs gesteuert werden kann, was wo aufgelistet werden soll. Rot umrahmt ist das Kontextmenü der Bibliothek Dokumente und grün das der Bibliothek Videos.

Wo der Ordner Dokumente im Ordnerbaum wirklich lokalisiert ist, verrät einem auch die Adresszeile, wenn man den Ordner auf irgendeine der vier gezeigten Arten aufsucht und dann rechts neben dem in der Adresszeile angezeigten "Brot­krumen"-Pfad klickt. Dann verwandeln sich die Brotkrumen in den klassischen Pfad (s.l.o.; rot eingerahmt).

Im Bild (s.r.) ist der Brotkrumen-Pfad schön zu erkennen. In Dokumente wurde zusätzlich der Ordner speedcommander geöffnet. Wenn man zwischen die Brotkrumen auf eines der Zeichen > klickt, klappt der Ordnerinhalt des links von > stehenden Ordners nach unten auf. Im Bild ist das für alle sechs dortigen Ordner/Brotkrumen zusammenmontiert.



 

   6.

 

   7.

noch nicht aktualisiert!

Der (Datei-)Explorer, früher Windows-Explorer genannt (im Unterschied zum Internet-Explorer) und noch früher Datei-Manager genannt, ist das Standard-Bordmittel zum Erkunden des gesamten Systems und zum Verwalten der Ordner-Struktur/Ordner-Bäume (Verzeichnis-Struktur) und Dateien.

Der Explorer ist sogar das zentrale Windowsprogramm zu Darstellung aller "Oberflächen", also von Desktop, Startmenü und Taskleiste, der Anwendungsfesnter usw.; d.h. alle diese unterschiedlichen "Fenster" sind Ausdruck dieses einen Programms. Der Explorer fungiert also auch als Fenstermananger.

Das Explorer-Fenster ist gegliedert in unterschiedliche Karteikarten, im Bild angezeigt ist Start (s.o.). Auf jeder Karteikarte ist oben das dynamische Menüband (R; Ribbon/Multifunktionsleiste). Darunter verläuft die Adressleiste (A). Das Hauptfeld ist gegliedert links in Navigationsbereich/Baumansicht (N/B), mittig in Dateiliste/Listenansicht (D/L) und rechts in Vorschau/Detailbereich (V/D).

Wenn Sie dad Bild anklicken, wird die unbeschriftete Version eingeblendet.

Außer der Adressleiste und der Dateiliste/Listenansicht lassen sich alle Teilfenster anzeigen oder verbergen. Und je nach aktiver Karteikarte zeigt das Menüband unterschiedliche Dienste/Einstellungen. Und je nach angezeigtem Dateityp werden unterschiedliche Karteikarten angeboten.

Empfehlenswert ist die oben gezeigte Konfiguration (s.l.o.). Für normales Arbeiten ist das Menüband (R) ausgeblendet. Rechts oben kann es mittels ∨/∧ dauerhaft ein/ausgeblendet werden. Durch Klick auf eine Karteikartenlasche wird es temporär ein/ausgeblendet, durch Doppelklick dauerhaft.

Im Navigationsbereich sind die Anwender-Systemordner aufgeführt (SO), darunter kommen die PC-Laufwerke (LW). Weiter unten werden die Netzwerk-Laufwerke eingeblendet. Hier können immer nur Ordner aufgerufen werden.

In der Dateiliste (D/L) werden alle Elemente des links gewählten Ordners aufgelistet, im Bsp. also die von Dieser PC. Recht unten kann die Darstellung schnell gewechselt werden, über das Menüband Ansicht sind weitere Darstellungsarten wählbar.

Konfiguriert wird das Ganze über das Menü­band in Ansicht (s.r.o.). Dort stellt man links in Navigationsbereich Erweitern ... ein und rechts in den Optionen Dieser PC. Es ist weniger empfehlenswert, links die Einstellung Alle Ordner anzeigen zu aktivieren, weil dann dreimal Desktop auftaucht, obwohl es nur einen gibt.

Die pink markierten Optionen (s.r.o.) werden in 9. Datenschutz abgehandelt.

Unter W7 hieß Dieser PC noch Arbeitsplatz. Damals gab es die Verknüpfungslisten Biblitheken, die unter W10 aus Kompatibilitätsgründen noch bedienbar sind, aber eigentlich durch die Verknüpfungslisten Schnellzugriff abgelöst wurden. Daher kann man unter W10 zwischen der Darstellung Dieser PC und der Darstellung Schnellzugriff wählen.

Das sind aber nur Einstiegspunkte zu den vier Gruppen Schnellzugriff, Onedrive, Dieser PC und Netzwerk im Navigationsbereich (s.r.). D.h. es werden immer alle vier Bereiche angezeigt, aufgeklappt oder nicht, aber immer durch rauf- und runtrscrollen erreichbar.

Die aus W7-Zeiten bekannnten Desktopsymbole gibt es immer noch, nun konfigurierbar im Kontextmenü des Desktops über Anpassen > Designs > Desktopsymbol­einstellungen (s.l.).

Das Desktopsymbol Dieser PC = Computer öffnet den Explorer am entsprechenden Einstiegspunkt, wie bereits beschrieben. Und hier ist nun auch Netzwerk als Einstiegspunkt verwendbar und sogar der persönliche Ordner des angemeldeten Benutzers.

Dort können auch der Papierkorb und die aus W7-Zeiten bekannte Systemsteuerung auf den Desktop gezaubert werden (s.r.). Das W10-Pendant zur (im linken Bild rot umrahmten) Systemsteuerung ist das Menü Einstellungen (siehe auch 5. Einstellungsmenüs in Windows 10 und Windows 7).


Weiterführende Details siehe Bedienung von Windows 8.1.1 > 12. Datei-Explorer. Dass hier der Explorer von W8.1 beschrieben wird, spielt keine Rolle, da die wesentliche Info sich zwischenzeitlich nicht geändert hat. Hier werden u.a. Adress-Pfade, -Wege und zugehörige "Brotkrumen" beschrieben.


 

    Anhang

 

• Hot-Keys für Windows

Idee zur Tabelle c’t 5/26: Windows produktiv einrichten.       Siehe auch Tastenkombinationen in Windows.

+ gleichzeitig drücken     , hintereinander drücken     / alternativ drücken.

 Win  öffnet das Startmenü, lostippen startet Suche   *)
 Strg  +  Esc  öffnet ebenfalls das Startmenü, lostippen startet Suche
 Win  +  A  Schnelleinstellungen im Infocenter für WLAN, Barrierefreiheit, Nachtmodus …
 Win  +  B  setzt den Fokus auf das erste Symbol im Infobereich der Taskleiste
 Win  +  Alt  +  B  aktiviert/deaktiviert HDR
 Win  +  C  je nach Konfiguration Copilot oder Windows-Suche.
Falls nicht konfiguriert: Einstellungen > Bluetooth und Geräte > Tastatur
 Win  +  Strg  +  C  Farbfilter ein/aus (Barrierefreiheit/Farbfilter)
 Win  +  D  /  Win  +  Strg  +  D  Desktop anzeigen/weiteren virtuellen Desktop erstellen
 Win  +  E  öffnet ein neues/weiteres Explorer-Fenster
 Win  +  F  Feedback-Hub (sofern installiert)
 Win  +  G  Game Bar
 Win  +  H  Spracheingabe
 Win  +  I  Einstellungen
 Win  +  K  Wiedergabe auf per Miracast verbundenem Gerät starten
 Win  +  L  Windows sperren
 Win  +  M  minimiert alle minimierbaren Fenster   *)
 Win  +  Strg  +  M  Barrierefreiheit > Bildschirmlupe   *)
 Win  +  N  Kalender und Benachrichtigungen öffnen
 Win  +  O  Bildschirmausrichtung sperren
 Win  +  Strg  +  O  Bildschirmtastatur OSK einblenden
 Win  +  P  Dialog zur Erweiterung des Bildschirms auf andere Monitore („Projizieren“)
 Win  +  Q  /  Win  +  S  öffnet Suche im Startmenü   *)
 Win  +  Strg  +  Q  Remotehilfe
 Win  +  R  öffnet den Dialog „Ausführen“
 Win  +  S  /  Win  +  Q  öffnet Suche im Startmenü   *)
 Win  +  ⇑  +  S  startet Screenshot-Werkzeug Snipping-Tool   *)
 Win  +  T  /  Win  +  ⇑  +  T  setzt den Fokus nacheinander auf die Symbole in der Taskleiste (vorwärts/rückwärts)
 Win  +  U  öffnet Einstellungen > Barrierefreiheit
 Win  +  V  öffnet den Zwischenablageverlauf
 Win  +  Strg  +  V  Einstellungen der Sound-Ausgabe
 Win  +  W  Widgets öffnen (falls nich deinstalliert)
 Win  +  X  öffnet das Admin-Menü = Schnellstart-Menü = Sekundär-Menü = Poweruser-Menü)
 Win  +  Z  öffnet Snap-Assistent (Fensteranordnung)
 Win  +  .  öffnet das Emoji-Menü
 Win  +  1 / 2 / 3 /…  startet das oder wechselt zum 1./2./3./… Programm in der Taskleiste
 Win  +  ⇑  +  1 / 2 / 3 /…  startet eine weitere Instanz des 1./2./3./… Programms in der Taskleiste
 Win  +  Strg  +  ⇑  +  1/2/3/…  startet mit Administratorrechten eine weitere Instanz des
1./2./3./… Programms in der Taskleiste
 Strg  +  Alt  +  Entf  Dialog mit Verknüpfungen zum Sperren, Herunterfahren, Kennwort ändern, … („Geierkralle“)
 Strg  +  ⇑  +  Esc  öffnet Task-Manager / Kontextmenü der Taskleiste > Task-Manager
 Win  +  Pause  öffnet Einstellungen > System > Info
 Win  +  F1  öffnet Bing-Suche in Edge
 Win  +  +  Bildschirmlupe starten: Vergrößerung einstellen mit  Win  +  +  /  Win  +  - ,
beenden mit  Win  +  Esc    *)
 Win  +  ,  vorübergehender Blick auf den Desktop
 Win  +  Tab  Miniaturansichten aller offenen Fenster/Tabs   *)
 
 Win  +  ˂ / ˃  Fenster in die linke/rechte Bildschirmhälfte einpassen.
Erneutes Drücken: Verschieben auf den nächsten Bildschirm
 Win  +  Alt  +  ˄ / ˅  Fenster in die obere/untere Bildschirmhälfte einpassen
 Win  +  ˄ / ˅  ,  Win  +  ˂ / ˃  Fenster in Quadranten einpassen
 
 Win  +  ˄ / ˅  wechselt den Fensterzustand von minimiert über normal zu maximiert /
von maximiert über normal zu minimiert
 Win  +  ⇑  +  ˂ / ˃  verschiebt das aktive Fenster auf den nächsten Bildschirm
 Win  +  ⇑  +  ˄  vergrößert das aktive Fenster bis an den oberen und unteren Rand;
die Breite bleibt unverändert
 Win  +  Strg  +  ˂ / ˃  Umschalten zwischen virtuellen Desktops
 
 Win  +  Strg  +  F4  schließt den gerade zu sehenden virtuellen Desktop
 Win  +  Pos1  Miniaturansichten aller Fenster mit Ausnahme des aktiven   *)
 Win  +  Strg  +  ⇑  +  B  Grafiktreiber neustarten
 
 Druck  startet Screenshot-Werkzeug Snipping-Tool   *)
 Alt  +  Druck  Screenshot des aktiven Fensters in die Zwischenablage einfügen
 Win  +  Druck  speichert Screenshot des Desktops im Nutzerordner unter Bilder\Screenshots
 
 Win  +  Strg  +  ↵  startet Sprachausgabe
 Win  +           Sprachleiste

 

• Shell-Kommandos für den Explorer

Shell-Kommandos sind Abkürzungen für Ordneraufrufe, müssen also in der Adresszeile des Explorers eingegeben werden.
Groß/Kleinschreibung spielt keine Rolle, aber Leerzeichen müssen exakt so eingegeben werden, wie in der Tabelle dargestellt.
Für die Anzeige des gesuchten Ordners wird der Navigationsbereich ausgeblendet. Unter W11 sind nicht (mehr) alle Kommandos gültig.
Siehe auch Shell-Befehle zur schnelleren Ordner-Navigation

shell:3D Objectsshell:ConnectionsFoldershell:MyComputerFoldershell:Retail Demo
shell:AccountPicturesshell:Contactsshell:NetHoodshell:Ringtones
shell:AddNewProgramsFoldershell:ControlPanelFoldershell:NetworkPlacesFoldershell:Roamed Tile Images
shell:Administrative Toolsshell:Cookiesshell:OEM Linksshell:Roaming Tiles
shell:AppDatashell:CredentialManagershell:OneDriveshell:SavedGames
shell:AppDataDesktopshell:CryptoKeysshell:OneDriveCameraRollshell:SavedPictures
shell:AppDataDocumentsshell:CSCFoldershell:OneDriveDocumentsshell:SavedPicturesLibrary
shell:AppDataFavoritesshell:Desktopshell:OneDriveMusicshell:Screenshots
shell:AppDataProgramDatashell:Development Filesshell:OneDrivePicturesshell:Searches
shell:Application Shortcutsshell:Device Metadata Storeshell:Original Imagesshell:SearchHistoryFolder
shell:AppModsshell:DocumentsLibraryshell:Personalshell:SearchHomeFolder
shell:AppsFoldershell:Downloadsshell:PhotoAlbumsshell:SearchTemplatesFolder
shell:AppUpdatesFoldershell:DpapiKeysshell:PicturesLibraryshell:SendTo
shell:Cacheshell:Favoritesshell:Playlistsshell:Start Menu
shell:Camera Rollshell:Fontsshell:PrintersFoldershell:Startup
shell:CameraRollLibraryshell:GameTasksshell:PrintHoodshell:SyncCenterFolder
shell:Capturesshell:Historyshell:Profileshell:SyncResultsFolder
shell:CD Burningshell:ImplicitAppShortcutsshell:ProgramFilesshell:SyncSetupFolder
shell:ChangeRemoveProgramsFoldershell:InternetFoldershell:ProgramFilesCommonshell:System
shell:Common Administrative Toolsshell:Librariesshell:ProgramFilesCommonX64shell:SystemCertificates
shell:Common AppDatashell:Linksshell:ProgramFilesCommonX86shell:SystemX86
shell:Common Desktopshell:Local AppDatashell:ProgramFilesX64shell:Templates
shell:Common Documentsshell:Local Documentsshell:ProgramFilesX86shell:ThisDeviceFolder
shell:Common Programsshell:Local Downloadsshell:Programsshell:ThisPCDesktopFolder
shell:Common Start Menushell:Local Musicshell:Publicshell:User Pinned
shell:Common Start Menu Placesshell:Local Picturesshell:PublicAccountPicturesshell:UserProfiles
shell:Common Startupshell:Local Videosshell:PublicGameTasksshell:UserProgramFiles
shell:Common Templatesshell:LocalAppDataLowshell:PublicLibrariesshell:UserProgramFilesCommon
shell:CommonDownloadsshell:LocalizedResourcesDirshell:Quick Launchshell:UsersFilesFolder
shell:CommonMusicshell:MAPIFoldershell:Recentshell:UsersLibrariesFolder
shell:CommonPicturesshell:MusicLibraryshell:Recorded Callsshell:VideosLibrary
shell:CommonRingtonesshell:My Musicshell:RecordedTVLibraryshell:Windows
shell:CommonVideoshell:My Picturesshell:RecycleBinFolder
shell:ConflictFoldershell:My Videoshell:ResourceDir

Dietrich Tilp  |  03.26